Nachdenken über eine nachhaltige Nutzung des Bohnenberger-Areals

Sehr geehrte Mitglieder der Initiative ‘Lebenswerte Gemeinde‘, sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Teinach-Zavelstein,

freundschaftlich verbunden mit Herrn Dr. Hubert Keller, dem Herausgeber des Internetportals der Initiative ‘Lebenswerte Gemeinde‘, möchte ich sehr gerne dem Aufruf aus der Gemeinderatssitzung vom 08.07.2019 folgen und die o.g. Initiative unterstützen, über eine nachhaltige Nutzung des Bohnenberger-Areals nachzudenken.

Entsprechend meiner Augenscheinnahme vor Ort und den mir vorliegenden Fotos der Außenansichten erachte ich die bestehende Gebäudesubstanz für erhaltenswert und die seitens der Initiative vorgeschlagenen zukünftigen Nutzungen für möglich.

Bevor jedoch weiter innerhalb des Forums und im Gemeinderat die o.g. Sachverhalte erörtert werden, sollte meiner Auffassung nach seitens des Gebäudeeigentümers zeitnah, noch vor dem Beginn der neuen Heizperiode  (i.d.R. ab dem ersten Oktober), die derzeitige Nutzung und der derzeitige bauliche Zustand des Gebäudes in Augenschein genommen und die entsprechenden kurzfristigen Maßnahmen für den Erhalt der Aufenthaltsqualität in den Räumlichkeiten und für den Erhalt der Gebäudesubstanz ergriffen werden.

Falls das Bohnenberger Haus derzeit nicht genutzt wird, empfehle ich eine  Interimsnutzung, welche die technische Gebäudeausstattung in Betrieb hält und damit für eine entsprechend der ursprünglichen Nutzung angemessene Aufenthaltsqualität sorgt.

Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung als Architekt kann ich die Initiative ‘Lebenswerte Gemeinde‘ in ihrem Anliegen, das Bohnenberger Areal nachhaltig zu nutzen, unterstützen, indem ich ihr anbiete, beispielgebende Projekte zu besichtigen.

In diesem Zusammenhang weise ich auf das Entwicklungsprogramm ‚Ländlicher Raum (ELR)‘ des Landes Baden-Württemberg hin:

https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/default.aspx

… Mit dem Entwicklungsprogramm ‘Ländlicher Raum‘ hat das Land Baden-Württemberg über das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Gemeinden und Dörfer geschaffen. Schwerpunktmäßig sollen Hilfen bei der Gebäudesanierung und -umnutzung im Ortskernbereich, bei der Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und beim Aufbau und Erhalt von gemeinschaftlichen Aktivitäten (z. B. Dorfgemeinschaftshäuser) angeboten werden. Projektträger und Zuwendungsempfänger können somit sowohl Kommunen, als auch Vereine, Unternehmen und Privatpersonen sein. Aufnahmeanträge können nur von den Städten und Gemeinden gestellt werden, die ihre Entwicklungsvorstellungen darlegen und die Einzelprojekte in diese einordnen müssen.

… Das Internetangebot zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum wird von den Regierungspräsidien Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen gemeinsam getragen.

Freundliche Grüße
Bernhard Kranz

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